Vita

Dr. Beate Berger, MM

Rechtsanwältin, zertifizierte Mediatorin und Master of Mediation (MM)

Ich bin seit mehr als 30 Jahren als Rechtsanwältin sowohl in der Prozessvertretung wie auch der Vertragsgestaltung tätig.

Von 1987-1992 war ich in der überregionalen Kanzlei PLUTA & KNORR (heute: PLUTA Rechtsanwalts GmbH bzw. KNORR Rechtsanwälte AG) vor allem mit Fragen der nationalen wie internationalen Gestaltung von Verträgen (insbesondere im Bereich des Pharma-, Handels-, Gesellschafts- und Softwarerechts) befasst. In der Zeit von Anfang 1992 bis Ende 1995 habe ich am Kölner Standort der überörtlichen Kanzlei Lüer & Görg als angestellte Rechtsanwältin gearbeitet, und zwar überwiegend im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes und des Urheberrechts, des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie der allgemeinen Prozessvertretung.

Zum 01.01.1996 habe ich die international tätige Sozietät GÖRG mitgegründet, der ich als Partnerin bis Ende Juni 2001 angehörte. Seit Juli 2001 arbeite ich freiberuflich in eigener Sozietät. Einen Schwerpunkt meiner rechtlichen Tätigkeit bildet die Bearbeitung von Nichtzulassungsbeschwerde-, Rechtsbeschwerde- und Revisionsverfahren für einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Kollegen. Nicht zuletzt aufgrund dieser Tätigkeit verfüge ich über ein breites Wissen in allen Bereichen des Zivil- und Wirtschaftsrechts.

Im Laufe meiner Berufslaufbahn habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Mandanten trotz  Obsiegens in der Sache mit dem von ihnen erstrittenen Urteil nicht wirklich glücklich waren. Zu Teilen deshalb, weil Gerichtsverfahren immer noch kostenintensiv sind und lange dauern. Mitunter überholt die tatsächliche Entwicklung den Rechtsstreit bis zum Prozessende oder hat die andere Partei währenddessen bereits Insolvenz angemeldet. Zu Teilen beruht die Unzufriedenheit aber auch darauf, dass Gesichtspunkte im Verfahren unerwähnt bleiben, weil sie dort nicht „hingehören“, da sie rechtlich unerheblich sind. Das ändert aber nichts an ihrer Relevanz für die Mandanten selbst. Denn Auseinandersetzungen haben ihren Grund häufig in Ereignissen, die der Vergangenheit angehören, aber die Atmosphäre nachhaltig stören und damit einer konstruktiven Lösung für die Zukunft entgegenstehen.

Deshalb habe ich mich zunehmend für alternative Formen der Streitbeilegung interessiert und 2014 eine Mediationsausbildung absolviert. 2017 habe ich mich an der FernUniversität Hagen zum Studium „Weiterbildung Mediation“ eingeschrieben und im April 2019 darüber hinaus den Masterstudiengang (Master of Mediation) erfolgreich abgeschlossen.

Ich bringe mein fundiertes juristisches Hintergrundwissen ebenso wie meine umfangreiche theoretische und praktische Mediationsausbildung in meinen beruflichen Alltag als Mediatorin ein. Als Mutter dreier Töchter und Ehefrau weiß ich um die Herausforderungen, die Erziehung und Partnerschaft bedeuten. Meine Sprachkenntnisse, die ich durch Auslandsaufenthalte festigen konnte, ermöglichen mir, auch Mediationen in der englischen und französischen Sprache durchzuführen.

Mein besonderes Interesse gilt seit langem der Klärung und Gestaltung von Themen oder Konflikten, an denen Personen unterschiedlicher Generationen beteiligt sind. Das Streitpotential ist immens und bildet einen zentralen Bestandteil unseres beruflichen und privaten Alltags. Da nahezu alle denkbaren Konfliktpotentiale bei der Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen betroffen sind, habe ich mit Blick auf die wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Dimension dieses Thema für meine Masterarbeit gewählt.

Meine Arbeit orientiere ich inhaltlich am EU-Verhaltenskodex für Mediatoren (2008/52/EG).

Mitgliedschaften: Bundesverband Mediation
Mediation fördern e.V. (Engagement insbesondere in den Arbeitsgruppen „Elder Mediation“ und „Konfliktlotsen“)
Deutsch Kanadische Gesellschaft e.V.
Verein zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen Mali e.V.
Sprachen: Deutsch – Englisch – Französisch – Spanisch